Schaumstoff und seine Eigenschaften – Rückprallelastizität, Druckverformungsrest, Zugfestigkeit, Bruchdehnung
Rückprallelastizität
Die Bestimmung der Rückprallelastizität erfolgt nach DIN 53 573.
Ermittelt wird das Elastizitätsverhalten von Schaumstoff bei Stoßbeanspruchung. Bei der Verformung des Schaumstoffes wird Energie aufgenommen, die teilweise wiedergewonnen wird, wenn der Schaumstoff in die ursprüngliche Gestalt zurückkehrt.
Prallt der Hammer auf den Probenkörper, wird dadurch ein Schleppzeiger bewegt. Die Rückprallelastizität wird danach an einer Skala abgelesen.
Druckverformungsrest
Die Prüfung von Schaumstoff gemäß DIN 53 572 ist eine praxisnahe Prüfung, da Polstermaterialien beim Gebrauch oft über längeren Zeitraum mit Druck beansprucht werden.
Ideal sind elastische Stoffe mit einem geringen Druckverformungsrest, also hohem Rückstellvermögen.
Der Prüfkörper für diese Prüfung hat die Abmessungen 50 x 50 x 25 mm.
Bedingungen der Prüfung von Schaumstoff für den Druckverformungsrest: 22 Stunden Zusammendrücken um 50 % der Ausgangshöhe bei 70°C. Nach 30 minütiger Erholzeit wird die Höhe gemessen. Die Abnahme der Höhe wird in %, bezogen auf die Ausgangshöhe angegeben.
Zugfestigkeit und Bruchdehnung
Die DIN 53 571 beschreibt den Zugversuch an Schaumstoffen. Ausgestanzte Prüfkörper aus Schaumstoff (152 mm x 10 mm Dicke) werden bis zum Bruch gleichmäßig auf Zug beansprucht.
Ermittelt werden Zugfestigkeit in kPa und Bruchdehnung in % bezogen auf Ausgangsquerschnitt bzw. Ausgangsmesslänge. Der Zugversuch liefert wichtige Kennwerte für die Verarbeitung von Rollenware, Kaschierung von Rollenware mit Textilien oder Vernadelung mit Polyesterwatte.
Dauerschwingversuch
Gemäß DIN 53 574 wird ein Probekörper – an dem zuvor die Eindrückhärte bei Ausgangsdicke ermittelt wurde – einer Wechselbelastung unterworfen. Dabei erfährt der Schaumstoff 80.000 Lastwechsel bei einer Belastung von 75 kg und 70 Lastwechseln pro Minute. Anschließend erfolgt die Messung der Eindruckhärte und der Dicke nach einer Erholzeit von 30 Minuten. Generell gilt, dass mit steigender Rohdichte von Schaumstoff sowohl Härteverlust, als auch Dickenverlust geringer werden.