Schaumstoff - umweltfreundlich durch Wiederverwertung zu Verbundschaumstoff
Die älteste und nach wie vor bedeutendste Methode der Verwertung von Weichschaumstoffresten ist die Fertigung von Flockenverbundwerkstoffen auch Verbundschaumstoff genannt.
Die sinnvolle Verwertung von Produktionsabfällen sowie Wiederverwertung (Rezyklierung) von Gebrauchsgütern hat aktuell hohen Stellenwert in der Industrie.
Trotz intensiver Bemühungen, alternative Technologien zu entwickeln, wie z.B. Hydrolyse, Glykolyse, Klebpressen, Pulvereinarbeitung etc., ist die Verbundherstellung nach wie vor die Methode der stofflichen Verwertung mit der größten technischen und ökonomischen Bedeutung geblieben. Allein in Westeuropa betrug die als Rezyklat hergestellte Verbundschaummenge in 2006 ca. 130.000-150.000 Tonnen (konservativ geschätzt) und macht damit ungefähr 80 % der gesamten stofflichen Wiederverwertung aus.
Produktions- und Schneideabfälle werden zu Flocken geschreddert, mit einem isocyanatterminierten Prepolymer besprüht und unter Heißdampfinjektion zum gewünschten Schaumstofftyp (Härte und Verdichtungsgrad) chemisch gebunden. Der Herstellprozess verläuft diskontinuierlich in großen Blöcken, aus denen mit geeigneten Schneidemaschinen die gewünschten Konfektionsteile hergestellt werden. Auch die direkte „Formteilherstellung" ist möglich und wird praktiziert.
Aus der anfänglichen Wiederverwertungstechnologie hat sich in den letzten Jahren eine eigenständige Technologie mit einer vielfältigen Produkt- und Anwendungspalette entwickelt, z.B.:
Schaumstoff, bzw. Verbundschaumstoff für die Polstermöbelindustrie
Kampfsportmatten / Judomatten - aixLETHIC
Verpackung(en) /Verpackungsindustrie
Akustik und Schalldämmung - aixFOAM
Automobilindustrie