Raumakustik – Absorber verschiedener Frequenzen

Höhenabsorber:
Höhenabsorber absorbieren hauptsächlich im Bereich hoher Frequenzen. Meist handelt es sich dabei um sogenannte „poröse Absorber“, zu denen in erster Linie Faserstoffe zählen (Vorhänge, Teppiche, Polstermöbel, Platten aus Stein- oder Glaswolle, usw.).

Bei diesen Absorbern strömt die Luft bei ihrer Schwingungsbewegung in den zahlreichen Poren und Kanälen des Materials hin und her. Die dabei durch die Reibung erzeugte Wärmeenergie wird der Schallenergie entzogen.
 
Mittenabsorber:
Durch konstruktive Maßnahmen an Höhenabsorbern, wie vergrößerter Wandabstand, größere Schichtdicke und perforierte Abdeckung des Absorbers, wird ein Höhenabsorber auch im mittleren Frequenzbereich um 500 Hz aktiv.
 
Tiefenabsorber:
Tiefenabsorber bestehen hauptsächlich aus Sperrholzplatten, die auf einem Lattenrahmen einigermaßen luftdicht vor eine Wand montiert werden. Der Zwischenraum zwischen Sperrholz und Wand wird mit schalldämpfenden Faserstoffen ausgefüllt. Tiefenabsorber sind – wie Mittenabsorber – Resonanzsysteme. Die Resonanzfrequenz wird bei Tiefenabsorbern – je nach Anforderung – auf 70 bis 300 Hz gelegt. Bei entsprechender Dimensionierung können auch Helmholtz-Resonatoren als Tiefenabsorber verwendet werden.
 
Auch Publikum hat eine starke Absorptionswirkung. Damit kann es die Akustik eines Raumes erheblich beeinflussen. Die Absorption wirkt bereits von 200 – 500 Hz und erreicht für höhere Frequenzen Werte, die denen von Akustikplatten vergleichbar sind. Bei einer Ausstattung mit Polsterstühlen ist der Unterschied in der Akustik von besetztem und unbesetztem Saal nicht mehr so groß. Bei der Verwendung von Holzstühlen oder Bänken hingegen kann sich die Akustik durch das Publikum grundlegend verändern.